Ich entschuldige mich schon vorab, wenn die folgenden Teile manchmal vielleicht ein paar Tage auf sich warten lassen...
Part 1 / Prolog und Aufbruch
Die letzten Tage vor der Abreise waren nu wirklich nicht mehr spektakulär..
Ich war abends immer fleißig am MyVegas spielen, um dann kurz vor Abreise festzustellen, dass ich die erspielten Punkte gar nicht mehr alle los kriegen würde.
Im Büro zogen sich die Tage wie Kaugummi, wollte ich doch einfach nur am liebsten mit einem Fingerschnips in Vegas sein. Am Donnerstagabend war dann mein Kumpel (ab hier „J“ genannt) nochmal kurz da, um die letzten Details zu bequatschen und 1 Nacht und einige Stunden Arbeit später, war es dann soweit und ich stürmte förmlich aus dem Büro. Auf dem Heimweg noch ein kurzer Zwischenstopp auf dem Friseurstuhl und dann ab ins Wochenende.
Den Montag vor der Abreise hatte ich mir auch frei genommen, damit es am Dienstag ganz entspannt losgehen konnte. Wie immer schob ich das Kofferpacken Stunde um Stunde vor mir her, bis es schlussendlich tatsächlich 21:00 Uhr war, als der Koffer aufgeklappt und die ersten Sachen wahllos, aber doch mit System, hinein geworfen wurden. Einerseits hasse ich Kofferpacken, andererseits hab ich es diesmal irgendwie zelebriert und mich von Musik vom letzten Vegas-Trip beschallen lassen, um schon mal ein wenig in die passende Stimmung zu kommen.
Kurzer Funk-Spruch via WhatsApp an J, wie bei ihm die Kofferlage aussähe - Rückmeldung: Alles paletti, im Koffer herrscht noch gähnende Leere. Na doll, des kann ja was werden. Irgendwann war ich dann doch noch fertig (oder hatte einfach keine Lust mehr?) und warf mich ins Bett, innerlich schon den Wecker verfluchend, der mich in 3 Stunden wieder aus dem Schlaf reißen würde.
Dienstag, 27.03. / Tag 1
Genau so wie ich es erahnt hatte, spielte es sich dann auch tatsächlich ab.
Der Wecker klingelte um 5:00 Uhr und ich war kurz davor mein Handy an die Wand zu werfen, konnte mich aber glücklicherweise noch zurückhalten.
Schlurfend und noch im Halbschlaf bewegte ich mich vom Schlafzimmer in Richtung Wohnzimmer, schaffte es aber trotzdem noch mir auf dem Weg ein kleines Frühstück zu basteln.
Bei einer Folge von „King of Queens“ (einer Art morgendlichem Ritual) kam ich dann so langsam zu mir und auch die Vorfreude meldete sich zu Wort: „Geil, heute geht’s echt nach Vegas!“
Nach einer schnellen Dusche, um die Überbleibsel des Sandmännchens aus den Augen zu Waschen, die letzten Kleinigkeiten im Koffer verstaut, um ihn dann einem Gewichts-Check zu unterziehen: 18 kg
Kurz darauf meldete sich J, dass er und seine Freundin jetzt vorm Haus stünden und warteten; seine Freundin hatte sich netterweise bereit erklärt uns zum Flughafen zu fahren. Jetz wurde es allerdings erst richtig lustig: sie fährt einen Ford Ka – somit erforderte es eine Menge Fingerspitzengefühl die Koffer im Gefährt unterzubringen, sodass auch noch der Kofferraum zuging.
Dort angekommen, raus aus dem Auto und rein ins Terminal, wo wir uns mit Pädagoge78 (ab hier nur noch „S“), mit dem ich durch die LV-Facebook-Gruppe bereits 1-2 Wochen vorher in Kontakt gekommen war, verabredet hatten. Nach dem Abwerfen unserer Koffer am Check-In fanden wir uns kurz darauf am kurzfristig vereinbarten Treffpunkt wieder. Ein kurzes, nettes Gespräch, das mit den Worten „Denn bis später in Vegas!“ sein Ende fand.
So machten J und ich uns gemächlich auf zu unserem Gate, wo ein Lufthansa A-380 auf uns warten sollte, um uns nach San Francisco, unserem ersten „Ankunftshafen“ in den USA, zu bringen. Doch Moment! Was sah ich da auf dem Boarding Pass von J... die bösen 4 „SSSS“.
Bei der Sicherheitskontrolle wurden wir dann entsprechend getrennt und er wurde, zusammen mit noch einer Handvoll Fluggästen, von einer Flughafen-Mitarbeiterin einen anderen Weg entlang geführt. Wir stießen dann erst kurz vorm Abflug-Gate wieder zueinander, wo er von einem total unspektakulären Security-Check berichtete.
Der Blick aus dem Fenster zeigte tatsächlich einen A-380 und ich dachte in diesem Moment nur „Nu geht’s endlich los!“